Lutherplatz – Wenn sich ein ganzes Wohnviertel pellt…

Mitte der 1990er Jahre ließ der Bauverein für Kleinwohnungen das Lutherplatz-Viertel komplett sanieren.

Es wurde um 1930 in Halle errichtet wurde. Zu den Auflagen des Denkmalschutzes gehörten die restauratorischen Befund-Untersuchungen an den Fassaden. Dabei galt das besondere Augenmerk der Materialfarbigkeit unterschiedlicher Putze, die zum typischen Stil-Mittel dieser Bauzeit gehören.

Die Befundlage ergab einen grün eingefärbten Edelputz für die Fassaden, hellen, beigefarbenen Edelputz für die Gesimse und Stuck-Profile sowie einen grauen Kieselwasch-Putz im Erdgeschoß-Bereich.

Da es sich um einen Großauftrag für Putz-Lieferanten handelte, galt es, zwischen zwei Edelputz-Anbietern zu wählen, die beide ihre Produkte mit den besten Parametern anpriesen. Was tun, wenn scheinbar beide Lieferanten mit gleicher guter Qualität antreten und dem Bauherrn größte Zufriedenheit garantieren? Man entschied sich für eine geschoßhohe Probefläche, die Klarheit bei der Entscheidungsfindung bringen sollte. Was auch passierte. Denn schon nach wenigen Wochen zeigte sich an dem neu angesetzten, optisch einwandfreien Edelputz plötzlich ein großflächiges Schadensbild in Form von feinen Rissen. Letztlich wurde das Lutherplatz-Viertel mit Terranova-Edelputz neu verputzt und steht nun seit rund 20 Jahren in optisch und handwerklich gut ausgeführter Qualität.

Lutherplatz, Halle/S.

Lutherplatz

Lutherplatz Halle/S.

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